zurück

Kontaktlinsen-Lexikon

Retina - Netzhaut

Die Retina des Auges ist, vereinfacht ausgedrückt, eine Projektionsfläche für die Abbildung unserer Umgebung. Sie ist die innerste Hülle des Auges von Wirbeltieren, einigen Tintenfischen und Schnecken. Die Retina besteht aus mehreren Schichten Nervengewebes, dass auf verschiedene Aufgaben spezialisiert ist. Sie ist nur ca. 0,1 bis 0,5 mm Dick. Das in das Auge einfallende Licht wird in der Netzhaut, nachdem es das optische System des Auges mit Hornhaut, Linse und Glaskörper durchdrungen hat, zu Nervenimpulsen umgewandelt. Bei Trägern von Kontaktlinsen wird die Brechung des in das Auge fallenden Lichtes so verändert, dass der Brennpunkt auf der Retina liegt und ein scharfes Bild entsteht. Andere Bezeichnungen für Retina sind Netzhaut oder innere Augenhaut.

Die äußere Schicht der Netzhaut ist das retinale Pigmentepithel. Für die Funktionsweise hat sie diverse wichtige Aufgaben, ohne die „Sehen“ wie es dem Menschen möglich ist, nicht ginge.

Sie sorgt für:

  • den Wärmeausgleich zur Aderhaut (Chorioidea)
  • die Lichtabsorption
  • den Vitamin A Stoffwechsel
  • den Abtransport von abgestoßenen Photorezptozellen

Eine weitere wichtige Aufgabe der Retina ist ihre Funktion als „Blut-Retina-Schranke“. So gelangen nur kleine Moleküle von der Aderhaut in die Netzhaut.

Der innere Netzhautschicht kommen neurosensorische Aufgaben zu. Dies bedeutet, dass sie das in das Auge einfallende Licht in Nervenimpulse umwandelt, bevor diese ins Sehzentrum des Gehirns weitergeleitet werden.

Sie besteht aus:

  • einer Photorezeptorschicht
  • großen Ganglienzellen
  • bipolaren Ganglienzellen

Die Photorezeptorschicht beinhaltet die Rezeptoren, die als

  • Stäbchen
  • und Zapfen

bezeichnet werden. Die Zapfen wandeln das einfallende Licht in elektrische Impulse um, die das

  • Sehen von Farben und
  • Erkennen von kleinen Objekten

ermöglichen. Sie sind aktiv beim Sehen bei Helligkeit. Die Stäbchen ermöglichen das Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen. Betrachtet man die Anzahl der Stäbchen- und Zapfen-Zellen im Auge des Menschen, so kommt man zum Ergebnis, dass die Stäbchen mit 120 Millionen die Anzahl der Zapfen mit nur 6 Millionen eindeutig übertreffen.

Auf der Netzhaut gibt es einen Bereich, in dem Scharfsehen am besten möglich ist. Dieser Bereich heißt Fovea Centralis, besteht nur aus Zapfenrezeptoren und wird umgangssprachlich Makula genannt.

Verwandte Themen