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Kontaktlinsen-Lexikon

Gesichtsfeld (Sehfeld)

In der Augenheilkunde (Ophthalmologie oder Ophthalmiatrie) und Physiologie werden mit Gesichtsfeld alle zentralen und peripheren Punkte und Gegenstände des Außenraums bezeichnet, die bei ruhiger, gerader Kopfhaltung und nach vorne gerichtetem, bewegungslosem Blick visuell wahrgenommen werden. Das Gesichtsfeld ist vom Blickfeld zu unterscheiden. Das Blickfeld bezieht zusätzlich alle Punkte mit ein, die durch Bewegen der Augen wahrgenommen werden können.

Eingeschränktes Gesichtsfeld: Ein Nachteil von Brillen

Kontaktlinsen bieten den Vorteil gegenüber Brillen, dass sie keine einschränkende Wirkung auf das Gesichtsfeld haben. Sie „schwimmen“ auf dem Tränenfilm auf der Hornhaut (Kornea) und bleiben bei jeder Augenbewegung zentral vor der Pupille. Das Gesichtsfeld von Kontaktlinsenträgern wird so nicht durch die Brillenfassung eingeschränkt. Während das Gesichtsfeld von Menschen ohne Seheinschränkung und Kontaktlinsenträgern bei etwa 200 Grad liegt, ist es bei Brillenträgern auf ungefähr 70 Grad verengt. Beim Blick zur Seite wird das Gestell wahrgenommen und die nicht durch die Gläser wahrgenommen Bilder erscheinen unscharf.

Weitere auf das Gesichtsfeld einwirkende Faktoren

Nase, Augenbrauen und Wangenknochen wirken je nach Ausprägung ebenfalls einschränkend auf das Gesichtsfeld. Neben diesen natürlichen Faktoren spielt auch die Lage des Augapfels (Ophthalmos) in der Augenhöhle (Orbita) eine wichtige Rolle.

Der Blinde Fleck ist eine Stelle des Augenhintergrunds, an der der Sehnerv in das Auge eintritt. An dieser Stelle ist ein vollständiger, jedoch nicht krankhafter Gesichtsfeld-Ausfall zu verzeichnen.

Auch kranke und abnorme Vorgänge und Zustände (pathologische Vorgänge und Zustände) im Auge können Einfluss auf das Gesichtsfeld haben. Dazu gehören alle Krankheiten und Zustände, die Einfluss auf die Wahrnehmung zentraler und peripherer Punkte und Gegenstände des Außenraums haben.