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Kontaktlinsen-Lexikon

Benetzung

Benetzung beschreibt ein Verhalten von Flüssigkeiten, die in Kontakt mit Oberflächen von Festkörpern gelangen. Die Benetzung der Hornhaut (Kornea) mit Tränenflüssigkeit ist beim menschlichen Auge ein wichtiger Faktor zur Sauerstoffversorgung. Durch das Blinzeln mit den Augenlidern wird die Hornhautoberfläche mit Tränenflüssigkeit benetzt. Bei einer zu geringen Blinzelfrequenz kann die Benetzung allerdings nicht mehr optimal verlaufen. Deshalb sollten insbesondere Träger von Kontaktlinsen auf die optimale Benetzung der Hornhaut mit Tränenflüssigkeit achten.

Um die richtige Benetzung der Hornhaut mit Tränenflüssigkeit zu gewährleisten müssen Kontaktlinsen immer vom Fachmann angepasst werden. Die Anpassung von Kontaktlinsen kann von Augenoptikern oder Augenärzten erfolgen.

Folgen unzureichender Benetzung mit Tränenflüssigkeit bei Kontaktlinsen

Bei mangelhafter Benetzung der Augen mit Tränenflüssigkeit istz der Tragekomfort von Kontaktlinsen nicht gewährleistet . Den Kontaktlinsen wird dann kein ausreichender Tränenfilm geboten, auf dem die Linsen "schwimmen“ können. Eine häufige Folge ist ein Fremdkörpergefühl im Auge.

Schon ein kleines Staubpartikel im Auge kann bei mangelhafter Benetzung der Augen zu Reibungen führen, die das Auge reizen. Auf das Tragen der Kontaktlinsen muss dann bis zur Beruhigung der Augen verzichtet werden. Andernfalls besteht die Gefahr einer Bindehautentzündung, die medizinisch behandelt werden muss.

Bei unzureichender Benetzung der Hornhaut mit Tränenflüssigkeit droht bei Kontaktlinsenträgern außerdem Sauerstoffmangel im Auge. Sauerstoffunterversorgung am Auge kann zum Einwachsen von Blutgefäßen in die Hornhaut führen. Das Auge versucht so die eigene Sauerstoffversorgung auf anderem Weg sicherzustellen. Wachsen die Gefäße über die Pupille des Auges hinweg, wird die Lichtbrechung gestört. Die Folge ist eine deutliche Verschlechterung der Sehqualität.

Eine weitere Aufgabe von Sauerstoff im Auge ist die Aufnahme, Umwandlung und der Transport von Stoffen. Ist dieser Vorgang gestört, droht eine Trübung der Hornhaut, da der Transport des Wassers in der Hornahaut nicht mehr erfolgt. Es besteht die Gefahr eines Hornhaut-Oedems. Verantwortlich dafür ist ein unzureichender Abbau des Nährstoffs Laktat (Einfachzucker der Milchsäure). Diese Laktatablagerungen stören die Pumpfunktion in der Hornhaut, die zur Entwässerung notwendig ist.