Wöhlk

Wöhlk

Die Firmengeschichte der Wöhlk-Contactlinsen GmbH ist bis Anfang der 1990er Jahre eng an ihren Gründer Heinrich Wöhlk geknüpft, der als Erfinder der modernen Kontaktlinse gilt.

Bereits 1940 schuf Wöhlk eine erste Kontaktlinse aus Plexiglas, deren Tragekomfort deutlich höher lag als bei den zur damaligen Zeit üblichen Skelarschalen aus Glas. Unterbrochen durch den zweiten Weltkrieg und Heinrich Wöhlk`s nachstehende Arbeitslosigkeit, setzte er 1946 seine Forschungen fort und entwickelte erst Skelarschalen mit austauschbarer Optik, bevor es ihm 1947 gelang, eine Linse herzustellen, die man aus der Skelarschale heraustrennen konnte und die, nachdem der Rand bearbeitet wurde, direkt auf das Auge gesetzt werden konnte. Die erste moderne Kontaktlinse erblickte unter dem Begriff des "unsichtbaren Haftglases" das Licht der Welt.

Heinrich Wöhlk forschte weiter und eröffnete 1949 sein erstes Ladengeschäft in Kiel. Er begann mit der Auslieferung seiner noch handgefertigten Linsen an Augenoptiker in ganz Deutschland und schloss 1958 die Forschungen zu seiner Parabolarlinse ab, wie man sie heute noch kennt.

In den Jahren 1961 bis 1966 wurde die Fertigung deutlich ausgebaut, mittlerweile beschäftigte die Firma neun festangestellte Mitarbeiter und zog 1971 nach Schönkirchen, da das Untenehmen immer weiter expandierte.

Mit dem Namen Hydroflex brachte Wöhlk 1974 die erste weiche Kontaktlinse auf den Markt, drei Jahre später folgten eine hart-flexible Linse sowie eine Silikonlinse. Für seine Bemühungen erhielt Heinrich Wöhlk im Jahr 1978 das Bundesverdienstkreuz.

1980 ging Wöhlk eine Kooperation mit der Firma Carl Zeiss ein. Ein umfassendes Kontaktlinsensortiment wurde daraufhin auf den Markt gebracht. Bereits 10 Jahre später wurde die Firma zu hundert Prozent ein Tochterunternehmen von Carl Zeiss. 1991 starb Heinrich Wöhlk.

Die Wöhlk-Contactlinsen GmbH wurde 2000 in die US-amerikanische Firma Bausch&Lomb integriert und baute eine der modernsten Fertigungsstätten für Austauschlinsen Europas und die einzige in Deutschland.

Bereits fünf Jahre später aber, im Jahr 2005, wurde Wöhlk aus dem Portfolio von Bausch&Lomb ausgegliedert und agiert seit diesem Zeitpunkt wieder als eigenständiges Unternehmen.